2018 findet zum vierten Mal der Führungs-Campus der VdW Bayern Treuhand statt. Die vielen positiven Rückmeldungen und der immer größere Teilnehmerkreis bestätigen uns, dass wir die richtigen Themen und das richtige Format anbieten, um Führungskräfte für ihre Aufgabe zu begeistern und fit zu machen.

Unser Antrieb ist es, Führung erlebbar zu machen. Reine Wissensvermittlung ist nicht unser Ding, sondern Aktivität, Kommunikation und Reflexion in einer Atmosphäre, in der Vertrauen entsteht und intensiver Austausch möglich wird. Wir, das ist ein mittlerweile zusammengewachsenes Trainer-Team mit spannenden und zum Teil ungewöhnlichen Kompetenzen und Konzepten:

von Markus Böhm

Welcher Geschäftsführer eines Wohnungsunternehmens oder Vorstand einer Genossenschaft stellt sich nicht ab und an die Frage, ob die Geschäftsprozesse im eigenen Unternehmen effektiv und effizient bearbeitet werden? Wenn darüber hinaus sogar Zweifel bestehen, ob aus der praktizierten Vorgehensweise ggf. Risiken für das Unternehmen bzw. persönliche Haftungsrisiken entstehen könnten, ist in der Regel der Zeitpunkt gekommen, die jeweiligen operativen Prozesse zu analysieren und eventuell vorhandene Risiken zu reduzieren.

Hinzu kommen gesetzliche Regelungen wie z.B. § 43 GmbHG oder § 34 GenG nach denen Geschäftsführer oder Vorstand die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden haben und gegenüber der Gesellschaft oder Genossenschaft haften, wenn sie dies nicht tun. Zudem ist nach KonTraG ein Risikofrüherkennungssystem einzurichten und zu überwachen. Wie das Risikofrüherkennungssystem auszugestalten ist, gibt der Gesetzgeber jedoch nicht vor. Der Aufsichtsrat wiederum ist verpflichtet, die Tätigkeiten der Geschäftsführung oder des Vorstands zu überwachen (§ 52 Abs. 1 GmbHG, § 38 Abs. 1 GenG, § 111 AktG).

Die richtigen Mitarbeiter finden und binden

2013 waren bei den Wohnungsunternehmen in Deutschland rund 58.630 Mitarbeiter beschäftigt, davon 25.000 bei den Wohnungsgenossenschaften, 23.300 bei den kommunalen Wohnungsunternehmen, 81.000 bei privatwirtschaftlichen Immobilienunternehmen und 2.230 bei kirchlichen Wohnungsunternehmen.

Die Suche und Auswahl von qualifizierten Mitarbeitern wird immer anspruchsvoller.

Bisher waren es die wohnungswirtschaftlichen Unternehmen nicht gewohnt, aktiv Personalmarketing zu betreiben. Die Branche „Wohnungswirtschaft“ ist zudem vielen jungen Menschen noch nicht präsent. Auch die wachsende Vielfalt an Ausbildungsberufen und Studienmöglichkeiten erschwert es Unternehmen auf traditionellem Weg gute Auszubildende zu finden und diese an das Unternehmen zu binden. Ein weiterer entscheidender Faktor ist die demografische Entwicklung. Die sogenannte „Wirtschaftswundergeneration“ und die geburtenstärkste Generation, die „Baby-Boomer“ gehen in den nächsten Jahren sukzessive in den Ruhestand und hinterlassen Lücken, die die folgenden geburtenschwachen Jahrgänge nicht kurzfristig füllen können. Während die „Wirtschaftswundergeneration“ und die „Baby-Boomer“ mehr Zeit für ihre individuelle Entwicklung hatten, strebt die „Generation Y“ (ab 1980 Geborene) sehr schnell nach Führungspositionen.

I. Das Leitbild

Unternehmensleitbilder sind seit einigen Jahren in Mode und gehören „zum guten Image“ eines Unternehmens. Eine Leitbildentwicklung ist oft aufwändig und kostet somit viel Zeit und Geld. Das Ergebnis hängt gedruckt und eingerahmt auf den Fluren im Unternehmen, schmückt die Homepage und den Geschäftsbericht – und wird selten wirklich gelebt. Rhetorisch perfekt formulierte Sätze wie „Der Kunde steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen“ (Was sonst ist Dienstleistung?)  werden häufig zu leeren Worthülsen.

Was ist eigentlich ein Leitbild und was soll es leisten? Das Leitbild ist die konsequente Weiterführung der Mission („Warum sind wir auf dem Markt?), der Vision („Wo sehen wir uns in… Jahren?“) und den Werten, für die das Unternehmen steht.

Die Mietpreisbindung mag zwar heutzutage etwas "angestaubt" daherkommen, sie erfreut sich aber immer noch höchster Aktualität. Im Mittelpunkt steht dabei - Sie wissen schon - die Kostenmiete, die mit Hilfe der Wirtschaftlichkeitsberechnung zu ermitteln ist.

Im Idealfall haben Sie diese Wirtschaftlichkeitsberechnungen akribisch nach den Buchstaben der Gesetze und Verordnungen sowie den zahlreichen Richtlinien regelmäßig fortgeschrieben. Falls nicht, sind Sie nicht allein. Viele Vermieter wagen sich aufgrund der nicht ganz einfachen Materie kaum, in das Reich ihrer Wirtschaftlichkeitsberechnungen allzu tief einzutauchen. Die Berechnung der Kostenmiete stellt in vielen Fällen immer noch eine ganz besondere Herausforderung dar; der Teufel steckt bekanntermaßen immer im Detail. Dabei können Ihnen ganz dezent hinter dem Dickicht der Mietpreisbindung Mieterhöhungen zuwinken.